Aktion "Tibetkinder"

Mit Unterstützung
von:
 
Michael Herberger
 
Xavier Naidoo
 
Ingrid Metz-Neun
 
und vielen Helfern
im Hintergrund!

Tibet heute

 
 

Tibet umfasste eine Fläche von 2.470.000 km² und war damit siebenmal so groß wie Deutschland. Das ursprüngliche Gebiet Tibets wurde von China in sechs verschiedene politische und administrative Einheiten zerlegt, die untereinander keine direkten politischen und kulturellen Kontakte pflegen dürfen.

 

Seit 1965 bilden Zentraltibet (Ü-Tsang), West-Tibet (Ngari) und ein Teil Osttibets (Kham) die sogenannte "Autonome Region Tibet", mit einer Fläche von 1.200.000 km2. Von den früher einmal ca. 6 Millionen tibetischen Einwohnern, blieben für die "Autonome Region Tibet" nur ca. 2,1 Millionen übrig, die einer immer größer werdenden Zahl chinesischer Einwanderer gegenüberstehen. Die Ausgliederung der Provinzen Amdo und Kham, die über die Hälfte der Gesamtgröße Tibets ausmachten, trägt in großem Maße zum Auseinanderfallen der tibetischen Nation und zum Sinisierungsprozess der verschiedenen tibetischen Volksgruppen bei, die in allen Bereichen um ihre Existenz kämpfen müssen.

Seit 1950 starben mehr als 1,2 Millionen Tibeter durch Hunger, Verfolgung, Folter, Hinrichtung und Selbstmord aus Verzweiflung.

Wegen öffentlicher Demonstrationen, bei denen besonders Nonnen und Mönche eine aktive Rolle spielen, und persönlicher Meinungsäußerungen, sind Verhaftungen an der Tagesordnung.

In den Gefängnissen wird mit Elektroschocks, Fast-Ertränken, Aufhängen an Armen und Beinen, fortgesetztem Prügeln und Vergewaltigen von Nonnen mit elektrischen Viehstöcken systematisch gefoltert.

Zwangsabtreibungen bis zur Niederkunft und Sterilisationen an tibetischen Frauen sind üblich.

Durch den von China geförderten Zuzug von Han-Chinesen sind die Tibeter mittlerweile eine Minderheit im eigenen Land, was die fortschreitende Zerstörung der tibetischen Kultur noch mehr beschleunigt. In den alten Grenzen Tibets leben heute neben 6 Mio. Tibetern etwa 8 Mio. Chinesen, die durch wirtschaftliche Verdrängung bei den Tibetern Arbeitslosigkeit verursachen.

Vor und während der Kulturrevolution wurden über 99% der tibetischen Klöster mit ihren Bildungseinrichtungen von den Chinesen systematisch zerstört. Davon wird heute ein kleiner, für Touristen interessanter Teil wieder aufgebaut, ohne aber einen normalen Klosterbetrieb zuzulassen. Klöster und tibetische Pilger werden zu Touristenattraktionen degradiert. Trotz offizieller Religionsfreiheit wird das Lehren der Religion fast völlig unmöglich gemacht.

Die Bodenschätze Tibets (z.B. Uran und Gold) und die ehemaligen riesigen Waldbestände werden rücksichtslos geplündert. Die Abholzung von mittlerweile ca. 60% des Waldes hat schon zu erheblichen Überschwemmungskatastrophen in Bangladesh, Indien und auch im Kernland Chinas geführt. Die Veränderungen des Weltklimas sind unabsehbar.

Im Rücken des Himalaya wurde eine gigantische Militärstruktur geschaffen, deren Atomraketen weite Teile Asiens bedrohen. In der Kuku-Nor-Region testen die chinesischen Machthaber ihre Atomwaffen ohne ausreichenden Schutz für die Bevölkerung. Und für viele Länder der Welt bietet China die Endlagerung ihres Atommülls in Tibet an.
 
 
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